Ina Gösmeier
Dr. med. vet. Ina
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14.02.2012 Leistungsschwäche eines Grand-Prix-Pferdes

Cosar, ein 10-jähriges Dressurpferd ist bis Grand-Prix ausgebildet. Der Wallach wurde in meiner Praxis vorgestellt, weil er schon lange Zeit hustet und in der letzten Zeit die Leistungsfähigkeit merklich nachgelassen hat. Der Reiter sagt, dass er sein Pferd regelrecht durch die Prüfungen "tragen muss".

Die Untersuchung in einer Klinik ergibt sehr schlechte Blutgaswerte in der Lunge. Es liegt aber keine Verschleimung der Bronchien vor. Cosar muss inhalieren und bekommt Medikamente. Das Befinden bessert sich zunächst, wird mit Absetzen der Therapie aber wieder schlecht.

Der Wallach zeigt ein gutes Allgemeinbefinden. Aufgrund der Verbesserung seines Zustandes unter Medikamentengabe kann von einer guten Reaktionslage des Pferdes ausgegangen werden. Ohne Unterstützung war Cosars Lungen-Qi aber nicht stark genug. Außer der Stärkung der Lunge wurden Niere und Milz durch Akupunktur unterstützt.

Über ein halbes Jahr bekam Cosar alle 14 Tage eine Akupunkturbehandlung. Nach vier Monaten haben sich die Blutgaswerte normalisiert. Die Lungenpunkte sind allerdings immer noch druckempfindlich. Die Behandlungen werden deshalb fortgesetzt. Die Behandlung wurde erst beendet, als Cosar keine energetische Schwäche mehr auf Grundlage der TCM mehr zeigt.

Die Leistungsstärke hält ein Jahr. Dann erkrankt der Wallach an einer akuten Infektion der Atemwege. Der Besitzer nimmt die Erkrankung ernst und stellt sein Pferd in einer Tierklinik vor. Daraufhin erhält Cosar eine kombinierte Therapie aus Schulmedizin und Akupunktur. Vier Wochen später ist er wieder leistungsbereit. Ein Pferd mit einer lange anhaltenden Lungen-Qui-Schwäche bleibt immer anfällig und muss bei einer akuten Infektion sofort behandelt werden.